Anfangen ist immer schwer. Besonders dann, wenn man vor einer leeren Seite sitzt und versucht etwas zu begründen, dass man im Grunde ganz genau erklären kann, aber noch nie formulieren musste.

Ich versuche es mal: “ Ich mag diese Welt. Es gibt ja nur diese eine…. „

Nee. Viel zu groß. Viel zu pathetisch. Wie wäre es mit: „Einfach mal machen…“

Nee. Zu sehr #motivationmonday. Das bin ich nicht.

Ein langer Weg zum ersten Blog.

Probieren wir es einfach ganz nüchtern, irgendwann in den 90er Jahren:

Mit 18 habe ich eine Ausbildung begonnen. Kaufmännisch, weil mich ein Handwerk nicht interessiert hat.

Ich habe bei meinen Eltern gewohnt. Im Keller. Das machte man so. Es gab ja keinen Grund, auszuziehen. Schön bequem. Schön viel Platz. Keine Sorgen.

Im Nachhinein gesehen, hat mich auch außerhalb des Kellers nicht viel interessiert. Ich selbst, dafür habe ich mich interessiert. Und für meine Freunde. Meine Freizeit.

Plötzlich war jedoch die Ausbildung vorbei. Was jetzt? Erstmal Zivildienst. Tatsächlich sogar mit einer Art „Anspruch an die Tätigkeit“. Das erste mal.

Wenn man schon etwas machen musste, dann wollte man wenigstens etwas sinnvolles tun.

Ich erzähle immer noch gerne von der Zeit und der Arbeit mit den Menschen, die man dort getroffen hat.

Eine tolle Erinnerung. Bis heute.

Nach dem Zivildienst kommt erstmal lange nichts.

Danach: über die Runden kommen. Call-Center, dies das. Immer noch im Keller.

Interessiert hat mich vor allem das neueste Media-Markt Prospekt.

Fernseher: Erst Röhre, dann flache Röhre, dann Rückprojektionsfernseher und dann: HD-TV. Ich hatte sie alle. Konsolen auch. DVDs. Hunderte. A real Couch-Potatoes Heaven.

Und dann das Wochenende. Alle kamen rum. Im Keller kickern. Danach saufen auf dem Kiez. Freitags, Samstags. Montags wieder an Freitag denken.

Der neue Job half dabei, sich nach Veränderungen umzusehen. Altona-Nord. Beste WG und ein Aufstieg ins Erdgeschoss.

Drei Jahre Performance-Marketing Agentur. Erst am Gänsemarkt, dann am Neuen Wall und viele tolle Menschen kennengelernt – die alle studiert haben. Warum hab ich das eigentlich nie?

Ich hab es dann auch getan. Mit 27 Jahren.

Kiel kann auch ein Anfang sein.

In Kiel. Hier hält der ICE in einem Sackbahnhof. Wer einmal quer durch Deutschland fährt, steigt hier aus. Klingt negativer als es war. Für mich war es eher ein Einstieg.

Meinen ersten Blog habe ich hier geschrieben. Er hieß: schönegrünewelt.de.

Darauf habe ich Produkte vorgestellt, die einen nachhaltigen und ökologischen Wert inne hatten. Kam ganz gut an.

In meinen Studienprojekten habe ich mich u.a. mit ökologischen Fischfang-Siegeln beschäftigt. Meine Abschlussarbeit befasste sich mit dem Thema Kinderarmut und beinhaltete eine Filmproduktion für den Verein children e.V.

Und hier möchte ich wieder anknüpfen: Inhalte gestalten, die etwas bewegen können.

In denen ich die vergangenen fünf Jahre, seit dem Ende meines Studiums, Revue passieren lassen kann. Mit denen ich neu gewonnene Eindrücke beschreiben, Ideen formulieren und Möglichkeiten erforschen kann, die meinem gewachsenen Ich entsprechen.

Quasi: Die Welt wieder ein kleines bisschen besser machen und Andere dazu inspirieren und daran teilhaben lassen.

Schließlich kann man nicht ewig in seinem Keller sitzen kann.

Und wenn doch, dann kann man wenigstens bloggen. *zwinkersmiley

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Februar 3, 2019

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