Der Ghorepani Poon Hill Trek ist eine der beliebtesten Wanderrouten in Nepal. Warum wir sie trotzdem gelaufen sind und welche Trekking Agency wir empfehlen können.


Nepal ist ein faszinierendes Land. Die Menschen sind super freundlich und interessiert. Das Essen ist durchweg genießbar und auf seine Art abwechslungsreich. Die Landschaft ist unglaublich.

Ich bin lange nicht mehr von einer Reise zurück gekommen, von der ich noch Wochen später total geflasht war.

Insgesamt waren wir drei Wochen unterwegs. In den kalten Wintermonaten von Ende Dezember bis Mitte Januar.

Tagsüber bei bis zu 20 Grad schwitzen und Nachts bei 0 bis 5 Grad im Zimmer frieren.

Eine Reiseroute für alle.

Die Reise startete in Kathmandu und ging nach Bandipur, Pokhara, Begnas Tal, Pokhara, Ghorepani Poon Hill, Bakthapur und zur Stupa von Bodnath.

Für Nepal keine ungewöhnliche Tour, spielt sie sich doch zwischen den beiden größten nepalesischen Städten ab – entsprechend solide ist die touristische Infrastruktur.

Das hilft einem immer sehr, wenn man sich im Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt oder in Guesthouses ohne vorherige Reservierung übernachtet.

Zum Glück waren wir in der Nebensaison unterwegs.

Weder die Busse, noch die Guesthouses oder die Sehenswürdigkeiten waren überlaufen.


Wie man vor Ort seinen ökologischen Fussabdruck möglichst gering halten und was man tun könnte, um einen positiven Impact auf die Einwohner und das Reiseland zu hinterlassen, kannst du hier erfahren: Nachhaltig Fliegen: Ist das überhaupt Möglich? Ein paar Ideen.


KarmaTrek hilft nicht nur uns.

Wer in der Annapurna-Region trekken möchte, ist in Pokhara genau richtig.

Da wir keine Ahnung vom Wandern haben, wollten wir uns eine möglichst einfache Tour machen und einen Guide mitnehmen, damit wir nicht irgendwo verloren gehen.

Der Besitzer des Lake Boutique Hotels, dessen Name mehr Komfort verspricht, als es in Wirklichkeit bietet, hat uns deshalb die Trekking Agentur auf der gegenüberliegenden Strassenseite empfohlen: KarmaTrek.

KarmaTrek ist ein Teil der NGO KarmaFlights, die man mit seinem Trek direkt unterstützt – das heißt, dass der Gewinn zu 100% in die von KarmaFlights initiierten Projekte fließt.

Die NGO hat es sich zur Aufgabe gemacht, nepalesische Kinder in oft abgeschiedenen Gebieten des Landes, bei der Schulbildung zu unterstützen.

Sei es durch den Bau von Schulgebäuden, das Organisieren von Computern oder Lehrmaterial, medizinische Hilfsprogramme oder der Notfall-Soforthilfe, die vor allem nach dem schlimmen Erdbeben 2015 nötig war.

Da der Winter sehr kalt war, wurden Winterjacken gesammelt um sie anschließend an den Schulen zu verteilen.

Besonders an KarmaTrek war es auch, dass der Guide, der mit uns anschließend den Ghorepani Poon Hill Trek gelaufen ist, selbst ein aktiver Teil der NGO ist und uns von seiner Arbeit hautnah berichten.

Das war beeindruckend und hat auch in mir wieder den Wunsch verstärkt, einen grünen Job oder Job mit Sinn zu suchen.

Raju konnte auf jeden Fall sehr gutes Englisch sprechen, was bei Trekking Agenturen und Guides immer positiv hervorgehoben werden sollte und deshalb auch ein Grund ist, hier seinen nächsten (oder ersten) Poon Hill Trek oder anspruchsvollere Wanderung organisieren zu lassen.

Ghorepani Poon Hill Trek fordert die Kniegelenke heraus

Wenn der Poon Hill Trek ein Einsteiger-Trek ist, dann würde mich mal interessieren, wie die nächst-schwierigeren Wanderungen sind.

Unsere Variante umfasste 4 Tage und 3 Übernachtungen.

An den ersten beiden Tagen geht es nur bergauf und man muss sehr viele Treppenstufen überwinden. Man munkelt, es wären um die 3.500?

Ich habe sie nicht gezählt, aber es sind definitiv sehr viele. Für ältere Menschen kann das durchaus zu einem Problem werden. Ein Paar das wir getroffen hatten, mussten auch leider umkehren.

Deshalb auch hier nochmal: Vielleicht wird es als Einsteiger-Trek verkauft – man sollte jedoch eine gewisse Grundfitness mitbringen.

Zu den Treppen kommen schließlich auch noch weitere Anstiege, die zwar einfacher sind, aber es sind immer noch Anstiege.

Aufstieg zum Aussichtspunkt Thapla Hill auf 3165 Metern.

Tipp: Normalerweise verläuft der Trek so, dass man ganz früh am Morgen in Ghorepani startet, 1 Stunde zum Poon Hill aufsteigt, sich den Sonnenaufgang anschaut, um dann in Ghorepani Frühstück zu essen.

Macht das nicht. Nach dem Frühstück muss man nämlich einen identisch hohen Berg (Thapla Hill) gegenüber vom Poon Hill hoch, mit der gleichen Aussicht. Lasst den Poon Hill aus, geht gleich hier hoch, hier seid ihr alleine!! und wandert dann weiter zum nächsten Dorf und frühstückt dort.

Den ganzen Weg muss man natürlich auch wieder runter.

Hier sind es zwar nicht ganz so viele Stufen, dafür ist die Belastung eine ganz andere. Das geht dann schon auf die Knie, was man, wenn man eh schon Probleme damit hat, dann auch langsam merkt.

Am Ende ein Fazit.

Der Ghorepani Poon Hill Trek ist eine tolle Möglichkeit, etwas von den Bergen Nepals zu Erfahren und von den Anstrengungen zu Erleben, die die Menschen dort tagtäglich überwinden müssen.

In einigen Teilen fahren zwar mittlerweile auch Busse und Jeeps und man darf nicht vergessen, dass es eine recht gut erschlossene Wanderroute ist, die in der Hauptsaison von vielen tausend Trekkern genutzt wird, trotzdem kann man sich vorstellen, wie es in abgelegenen Gegenden sein muss und in was für einer schönen, privilegierten Welt wir hier in Deutschland leben.

Mit KarmaTreks haben wir einen tollen Partner gefunden, den wir gerne mit unserem Geld unterstützt haben. Hier hatten wir ein gutes Gefühl, dass wir mit unserer Reise einen positiven Impact hinterlassen konnten.

Die Wanderung und der Guide waren top organisiert und durch Raju und dessen Erlebnisse, konnte man viel über Nepal und seine Menschen lernen.

So soll es schließlich auch sein, wenn man als Gast ein fremdes Land bereist.

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Februar 12, 2019

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